#LiMA17 - PREVIEW

#LiMA17

Referenten
Claire Horst
Programm
Tag Mittwoch - 2017-04-05
Raum FMP | SR EG
Beginn 10:00
Dauer 07:00
Info
ID 409
Veranstaltungstyp Werkstatt Starter
Track pen&press
Sprache der Veranstaltung deutsch

Diskriminierungssensibles Schreiben

„Der Afrikaner sprach akzentfrei Deutsch.“ Sätze wie dieser aus einem Polizeibericht verraten die Denkmuster, mit denen ihre Verfasser_innen auf die Welt blicken. Gezielt oder ungewollt werden mit Texten Zuschreibungen reproduziert, die unsere Wahrnehmung beeinflussen. In dem Workshop wird diskutiert, wie wir solche Zuschreibungen und daraus folgende Ausschlüsse vermeiden können.

Es werden beispielhaft aktuelle Zeitungsartikel gelesen und auf ihre Sprache hin untersucht. Welche Begriffe werden verwendet? Wo finden sich stereotype Zuschreibungen, wo gibt es positive Gegenbeispiele? Sprache bildet nicht nur Denken ab, sie formt es auch. Deshalb ist es nicht gleichgültig, wie Geschlecht, Herkunft, Klasse und andere Dimensionen von Identität in Texten abgebildet werden.

Nur: Wie kann diese Haltung praktisch abgebildet werden? Werden Texte nicht vollkommen unlesbar und produzieren so neue Ausschlüsse? Im Workshop suchen wir nach Lösungen für diese Fragen und erproben sie anhand von eigenen kleinen Texten. Dazu werden Handreichungen verschiedener Selbstorganisationen und Medien-Watchblogs genutzt.

Bitte mitbringen: Papier und Stifte bzw. Laptop.

Zielgruppe: Menschen mit geringer Schreiberfahrung.