#LiMA17 - PREVIEW

#LiMA17

Referenten
Theresia Reinhold
Programm
Tag Donnerstag - 2017-04-06
Raum FMP | Münzenbergsaal 2
Beginn 10:00
Dauer 03:00
Info
ID 449
Veranstaltungstyp Werkstatt Starter
Track podium
Sprache der Veranstaltung deutsch

Privatsphäre ist ein Menschenrecht

Wie staatliche Massenüberwachung und Geschäftsmodelle Machtverhältnisse zementieren

Fragen nach digitaler Überwachung der Internetnutzung werden seit Mitte 2013 auf allen gesellschaftlichen Ebenen gestellt und Vergleiche zu dystopischen Romanen wie Orwells "1984" sind meist nicht weit. Trotz aller Erklärungsversuche bleibt das Thema für viele Menschen nicht nur abstrakt, sondern uninterssant: "Ich habe nichts zu verbergen, deswegen können die mich ruhig beobachten."

Dieser Workshop widmet sich den folgenden Fragen: Was bedeutet es für unsere Grundrechte, wenn wir alle im Namen der Sicherheit ständig überwacht werden? Welchen Einfluss hat es auf die Redefreiheit, wenn wir wissen, dass Gesprächsprotokolle mitgeschnitten werden kann? Und woher kommt die angebliche Dichotomie zwischen Freiheit und Sicherheit? Dieser Workshop widmet sich diesen Fragen aus einer journalistischen und historischen Perspektive.

Nach einer kurzen Einführung werden die Teilnehmer_innen angehalten gemeinsam Fragen zu stellen und an der Beantwortung beteiligt zu sein. Das Ziel ist nicht nur selbst ein umfassenderes Verständnis für die Thematik zu erhalten, sondern auch neue Herangehensweisen zu finden, in denen diese Themen eurem Publikum zugänglich gemacht werden können.

Dafür schauen wir nach historischen Kontinuitäten und stellen uns die Frage nach Deutungshoheiten und Machtverhältnissen, wie racial profiling und die Marginalisierung religiöser Gruppen nach sogenannten terroristischen Angriffen. Um die Bedeutung der massenhaften Überwachung für die einzelne Person aufzuzeigen, beschäftigen wir uns mit der Verbindung zwischen dem Abgreifen von Nutzungsdaten in bspw. sozialen Netzwerken und dem, oft geforderten, Ausbau staatlicher Überwachung.

Die Teilnehmerinnen sind Gesprächs- und Recherchepartnerinnen, statt Zuhörer_innen und daher auch angehalten, die thematischen Schwerpunkte und besondere Fragen während des Workshops einzubringen. Dafür sind keine besonderen Vorkenntnisse digitaler Rechte oder des Überwachungskomplexes notwendig.

Es wäre schön, wenn Laptop, Tablet oder ein anderes Gerät zum recherchieren und Notizen machen, mitgebracht werden könnte.

Für Personen, denen dies nicht zur Verfügung steht, findet sich eine Lösung. Dafür wäre eine vorherige kurze Notiz an die Workshopleiterin hilfreich.