#LiMA17 - PREVIEW

#LiMA17

Referenten
Nel Fragner
Programm
Tag Donnerstag - 2017-04-06
Raum FMP | SR 6
Beginn 10:00
Dauer 07:00
Info
ID 430
Veranstaltungstyp Werkstatt Starter
Track pen&press
Sprache der Veranstaltung deutsch

Sich ver_schreiben (ABGESAGT)

Der Kurs musste leider abgesagt werden.

Selbstverortung, politische Biografie und Zugehörigkeit

In diesem Workshop wollen wir erkunden, wie unser Medienaktivismus, unsere Arbeit und unsere politischen Positionen motiviert sind. Welche Kämpfe führen wir, auf welche Ideale oder Autoritäten berufen wir uns und aus welchem Selbstverständnis heraus sprechen wir? Und wie können wir, ausgehend von einer eigenen Positionierung, Bündnisse schaffen?

Wenn ich netzaktivistisch tätig bin, will ich mich selbst weiterbilden, meine Sicht auf die Welt teilen und Raum für Standpunkte schaffen, die ich als wichtig empfinde. Doch wie gehe ich mit Positionen um, die sich nicht mit meiner eigenen decken? Für welche Diskussionen bringe ich Energie auf und welchen Stellenwert hat Empathie in meiner journalistischen oder medienaktivistischen Arbeit?

Dieser Workshop geht nicht davon aus, dass es richtiges Redeverhalten oder richtige aktivistische Strategien gibt. Vielmehr geht es darum, die eigene Positionen auf ihre Beschaffenheit zu untersuchen und daraus einen bewussteren Umgang zu gewinnen: will ich mich mit persönlicher Erfahrung in Diskussionen einbringen? Wie kann ich gut für mich selbst sorgen, wenn ich in tiefgehende und möglicherweise schmerzhafte Konfrontationen gehe? Und wo sind die Räume und Begegnungen zum Auftanken? Diese Fragen werden besonders wichtig, wenn Personen und ihre Erfahrungen infrage gestellt oder angegriffen werden, weil sie nicht als „normal“ oder gleichberechtigt wahrgenommen werden.

Und dennoch kann die Verknüpfung von persönlichen Anliegen, Betroffenheit und professionellem Engagement unserem Handeln Gewicht verleihen und neuen Zugang zu Themen aufzeigen.

Mittels Biografiearbeit, textbasierten Übungen und Austauschrunden gehen wir den gestellten Fragen nach und schaffen Raum für Ideen, wie wir in Debatten eintreten und agieren wollen.

Technik / Materialanforderungen an die Teilnehmer*innen: Handy oder Laptop, um auf soziale Netzwerke zugreifen zu können.

Zielgruppe: alle Menschen, die sich netzaktivistisch betätigen- beruflich oder außerhalb von Beruf- und sich mit der Frage nach persönlicher Positionierung im Kontext dieser Tätigkeit auseinandersetzen wollen.

Ein respektvoller Umgang und Achtsamkeit mit den eigenen Ressourcen wird gewünscht. Wenn persönliche Erfahrungen geteilt werden, sollen diese nicht infrage gestellt werden, und genauso soll vorsichtig miteinander kommuniziert werden, damit wir uns selbst und die anderen nicht überfordern.